Überblick
Ein Eigenfetttransfer kann erwogen werden, um bestimmte Vertiefungen im Gesicht und um die Augen mit körpereigenem Gewebe aufzufüllen. Fett aus einer Region wie Bauch oder Oberschenkel wird aufbereitet und in kleinen Mengen in die geplanten Bereiche eingebracht. Volumenverlust im Gesicht, Hauterschlaffung und der Einfluss der Knochenstruktur müssen zuvor voneinander unterschieden werden. Es darf nicht angenommen werden, dass das gesamte übertragene Fett dauerhaft erhalten bleibt. Ein Teil kann im Laufe der Zeit abgebaut werden; eine Behandlung in mehreren Schritten kann erforderlich sein. Auch an der Entnahmestelle können Wunden und Formveränderungen entstehen, weshalb die Nachsorge beide Bereiche umfasst. Aufgrund der Gefäßanatomie der Augenregion sind die Besprechung der Technik und der Risiken besonders wichtig.
Was wird untersucht?
- Untersuchung des Ortes des Volumenverlusts, der Unterschiede zwischen den beiden Seiten und der damit einhergehenden Erschlaffung der Haut.
- Beurteilung der Bereiche, in denen Fett entfernt werden kann, der Hauteigenschaften und früherer Füllungen oder Operationen.
- Diskussion der erwarteten Volumenveränderung, variabler Fettretention und der Möglichkeit weiterer Sitzungen.
Vorgehen und Möglichkeiten
- Es kann erwogen werden, kleine Mengen Eigenfett auf begrenzte Vertiefungen zu übertragen.
- Bei größerem Volumenbedarf kann ein Stufenplan besprochen werden, anstatt mehr auf einmal zu übertragen.
- Abhängig von der Art des Problems können die Optionen Füller, Facelift oder kein Eingriff verglichen werden.
Heilung und Nachsorge
Schwellungen, Blutergüsse und Druckempfindlichkeit können sowohl im Gesicht als auch im Bereich der Fettentfernung auftreten. Ein frühes Sättigungsgefühl sagt nichts über die verbleibende Fettmenge aus. Es werden ausschließlich die angegebenen Pflegeempfehlungen bezüglich Druck und Massage der betroffenen Stellen befolgt. Veränderungen des Sehvermögens oder das plötzliche Auftreten neurologischer Symptome erfordern sofortige Aufmerksamkeit; Routinekontrollen überwachen Volumenänderungen.
Risiken und Grenzen
- Verlust eines Teils des übertragenen Fetts sowie Unter- oder Überkorrektur.
- Tastbare Fettherde, Konturunregelmäßigkeiten oder Fettnekrosen.
- Blutungen oder Infektionen an den Entnahme- und Empfängerstellen.
- Sehr selten kommt es aufgrund eines Gefäßverschlusses zu Sehverlust oder Schlaganfall.
Die hier aufgeführten Überschriften decken nicht alle Risiken ab. Mögliche Vorteile, Alternativen und persönliche Risiken sollten im Rahmen der Untersuchung ausführlich besprochen werden.
Fragen für das Beratungsgespräch
- Ist die Veränderung meines Gesichts auf Volumenverlust oder Erschlaffung zurückzuführen?
- Aus welchem Bereich wird das Fett entnommen und wie werden die beiden Bereiche gepflegt?
- Wann kommt nach der ersten Behandlung eine weitere Sitzung infrage?
Quellen
- Queen Victoria Hospital NHS – Eigenfetttransfer im Gesicht und um die Augen ↗
- NHS – Chirurgischer Fetttransfer ↗
Zugriff auf Quellen: September 2026. Der Inhalt wurde zu allgemeinen Informationszwecken aufbereitet.
