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REKONSTRUKTION UND MIKROCHIRURGIE

Rekonstruktion bei Gesichtslähmung

Bei der Beurteilung einer Gesichtslähmung werden der Schutz des Auges und die Beeinträchtigung der Gesichtsbewegungen berücksichtigt. Die Wahl der Reparatur hängt von der Ursache der Lähmung, ihrer Dauer und dem Zustand der Muskulatur ab.

PATIENTENINFORMATIONENEtwa 3 Minuten LesezeitZurück: Rekonstruktion und Mikrochirurgie
Prof. Dr. Koray Coşkunfırat ist im Operationssaal, mit OP-Maske und Stirnlampe.
Prof. Dr. Koray Coşkunfırat ist im Operationssaal.

Überblick

Eine Gesichtslähmung kann das Schließen der Augen, des Mundes, die Sprache und den Gesichtsausdruck beeinträchtigen. Eine neu auftretende Gesichtsschwäche sollte zunächst medizinisch untersucht werden; Kommt dazu noch eine Sprachbehinderung oder eine Armschwäche hinzu, ist dringend Hilfe erforderlich. Bei dauerhaften Problemen unterscheidet man zwischen lockerer Lähmung und Fällen mit unwillkürlichen Bewegungen. Nicht für jeden Menschen ist die gleiche Operation geeignet. Möglicherweise ist eine Überweisung an ein Team aus Augenärzten, Neurologen oder Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten, rekonstruktiver Chirurgie, Gesichtstherapie und bei Bedarf psychologischer Unterstützung erforderlich. Die Ziele werden auf der Grundlage des Augenkomforts, der Mundfunktion und der Ausdrucksbedürfnisse des Einzelnen festgelegt. Eine exakte Symmetrie kann nicht garantiert werden.

Was wird untersucht?

  • Der Zeitpunkt des Einsetzens, die Ursache und das Ansprechen auf frühere Behandlungen werden untersucht.
  • Augenschluss, Mundkontrolle und unwillkürliche Gelenkbewegungen werden bewertet.
  • Die Benutzbarkeit der Muskulatur und mögliche Möglichkeiten der Nervenübertragung werden vom Expertenteam untersucht.

Vorgehen und Möglichkeiten

  • Augenschutz und fachkundige Gesichtstherapie werden individuell geplant.
  • In ausgewählten Fällen unwillkürlicher Kontraktionen können Hilfsmittel wie Botulinumtoxin in Betracht gezogen werden.
  • Nerventransplantationen, Nerventransfers, Muskeltransfers oder statische Stützverfahren können im jeweiligen Zentrum besprochen werden.

Heilung und Nachsorge

Nach der Nerven- oder Muskelübertragung braucht es Zeit, bis sich Bewegung entwickelt, und möglicherweise ist eine spezielle Gesichtstherapie erforderlich. Augen- und Mundfunktionen werden getrennt überwacht. Die anfängliche Wundheilung ist kein Hinweis auf das endgültige Ergebnis der Bewegung. Bei Kontrolluntersuchungen werden Symmetrie, unwillkürliche Bewegungen und die täglichen Lebensziele der Person neu bewertet und die Notwendigkeit einer zusätzlichen Behandlung festgestellt.

Risiken und Grenzen

  • Unzureichender oder asymmetrischer Bewegungsgewinn
  • Unwillkürliche Mitbewegungen und Muskelkontraktionen
  • Sensorische oder funktionelle Effekte im Spenderbereich
  • Infektion, Narbenbildung oder Notwendigkeit einer zusätzlichen Behandlung

Die hier aufgeführten Überschriften decken nicht alle Risiken ab. Mögliche Vorteile, Alternativen und persönliche Risiken sollten im Rahmen der Untersuchung ausführlich besprochen werden.

Fragen für das Beratungsgespräch

  • Welche Reparaturmöglichkeiten beeinflusst die Dauer der Lähmung?
  • Welche Priorität hat die Sicherheit der Augen und der Mundfunktion?
  • Wann und mit wem wird nach der Operation mit der Gesichtstherapie begonnen?

Quellen

Zugriff auf Quellen: September 2026. Der Inhalt wurde zu allgemeinen Informationszwecken aufbereitet.

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